Aus alt mach stilvoll – unser Badezimmer-Umbau mit Mikrozement
- jangleinser

- 17. März
- 3 Min. Lesezeit
Als wir unsere Ferienwohnung Vespa Azzurra in Aquaseria am Comer See übernommen haben, war schnell klar: Diese Wohnung hat unglaublich viel Potenzial. Im letzten Jahr haben wir daher viel Zeit und Herzblut in die Renovierung gesteckt, um unseren Gästen eine stilvolle und gemütliche Unterkunft zu bieten.
Ein Raum blieb dabei allerdings zunächst unangetastet – das Badezimmer.
Ein Bad mit solider Basis – aber ohne besonderen Charme
Das Bad war etwa 20 Jahre alt und komplett gefliest. Wirklich hässlich war es nicht, aber eben auch nichts Besonderes. Die leicht zitronigen Fliesen wirkten etwas in die Jahre gekommen, dazu kamen viele alte Dübellöcher und an manchen Stellen unsauber verlegte Fliesen.
Nachdem der Rest der Wohnung bereits renoviert war, stand für mich fest: Auch das Bad sollte endlich den gleichen modernen und liebevollen Charakter bekommen wie der Rest der Ferienwohnung.
Die Entscheidung für Mikrozement
Die größte Herausforderung war klar: Ich wollte das Projekt komplett in Eigenleistung umsetzen und innerhalb von maximal einer Woche fertigstellen.
Fliesen komplett herauszuschlagen kam daher nicht infrage – zu viel Aufwand, zu viel Staub und zu viel Zeit. Die Lösung war Mikrozement.
Mikrozement hat mehrere Vorteile:
er kann direkt auf bestehende Fliesen aufgetragen werden
die Oberfläche wird fugenlos und modern
er ist wasserfest und langlebig
und er schafft eine sehr ruhige, hochwertige Optik
Genau das, was ich für das neue Badezimmer wollte.
Schritt für Schritt zur neuen Oberfläche
Nachdem das Bad komplett leergeräumt war, ging es an die eigentliche Arbeit.
Der Aufbau erfolgte in mehreren Schritten:
Grundierung der Fliesen
Abdichtung im Nassbereich mit einer Abdichtschlämme
Einspachteln eines Armierungsgewebes
Auftragen des Mikrozements in mehreren Spachtelgängen
Versiegelung der Oberfläche
Anschließend wurden die neuen Elemente montiert: schwarze Armaturen, ein neuer Waschtisch und ein modernes Waschbecken.
Das Ganze klingt überschaubar – war aber ehrlich gesagt auch ziemlich anstrengend. Teilweise habe ich bis zu 12 Stunden am Tag gespachtelt, um das Projekt in der geplanten Woche fertigzustellen.
Ein ungeplanter Farbwechsel
Eigentlich hatte ich für das Bad einen beigen Mikrozement bestellt. Beim Öffnen der Lieferung kam dann allerdings die Überraschung: Die Farbe war grau.
Zuerst war ich ehrlich gesagt etwas ernüchtert. Aber mitten in der Renovierung alles stehen zu lassen und wieder nach Hause zu fahren, war keine Option. Also habe ich beschlossen, das Beste daraus zu machen.
Im Nachhinein war das vielleicht sogar ein Glücksfall.
Modernes Design mit kleinen Farbakzenten
Das fertige Badezimmer wirkt jetzt modern, ruhig und gleichzeitig sehr stilvoll.
Die Kombination aus dem grauen Mikrozement und den schwarzen Armaturen gibt dem Raum eine klare, elegante Linie. Für etwas Farbe sorgt der salbeigrüne Waschtisch mit Aufsatzwaschbecken, der dem Raum eine frische Note verleiht.
Ein weiteres Highlight ist der ovale Spiegel mit integrierter LED-Beleuchtung, der besonders abends für eine angenehme Atmosphäre sorgt.
Eine intensive Woche – mit tollem Ergebnis
Am meisten Spaß gemacht hat mir am Ende zu sehen, was man in nur einer Woche alles erreichen kann, wenn man sich ein klares Ziel setzt. Auch wenn es körperlich wirklich anstrengend war, hat sich die Arbeit absolut gelohnt.
Mit etwas Glück bei der Materialmenge: Fast das gesamte Material konnte ich bis auf den letzten Rest aufbrauchen – perfektes Timing.
Heute passt das Badezimmer endlich genauso gut zum Stil der Wohnung wie der Rest der Vespa Azzurra.
Und jedes Mal, wenn ich jetzt das Bad betrete, denke ich mir: Die Woche Spachteln hat sich definitiv gelohnt.



























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